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23. Mai 2010 Hinterlasse einen Kommentar
Agentur für gute Worte
23. Mai 2010 Hinterlasse einen Kommentar
29. Juni 2010 Hinterlasse einen Kommentar
Am Sonntag, den 27.06.2010 haben sich Sven und Daniel in „Zwei auf EINS“ auf „radioEINS“ mit dem Thema „Sturz“ beschäftigt.
Neben politischen Abstürzen und Balzritualen aus der Tierwelt ging es dabei um einen Temperatursturz kurz nach dem Aussterben der Mammuts. Welchen Zusammenhang es da geben könnte und warum wir alle Vegetarier werden müssen um den Klimawandel aufzuhalten erklärte uns unser Lieblings – Allwissender – Wissenschaftler Mark Benecke.
Temperatursturz durch Mammutsterben
Die ganze Sendung zum Nachhören wie immer unter http://www.radioeins.de/archiv/podcast/zwei_auf_eins.html
24. Juni 2010 Hinterlasse einen Kommentar
Am Sonntag, den 20.06.2010 haben sich Sven und Daniel in „Zwei auf EINS“ auf „radioEINS“ passend zur Wahl in Polen ganz dem Thema „Präsident“ gewidmet.
Besonders lebhaft hat uns Prof. Julius Müller Autor des Buches „Man stirbt nur einmal“ über den Wiener Zentralfriedhof und die dazugehörige Präsidentengruft berichtet.
Die Präsidentengruft auf dem Wiener Zentralfriedhof
Die ganze Sendung gibt es wie immer nachzuhören unter http://www.radioeins.de/archiv/podcast/zwei_auf_eins.html
12. Juni 2010 Hinterlasse einen Kommentar
Seit einigen Jahren sind Sven Oswald und Daniel Finger für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt als Reporter unterwegs. Auf der ILA 2010 war es wieder soweit: tummelten uns mit Wissenschaftlern, ihren Erfindungen und tollkühnen Männern in ihren fliegenden Kisten. Hier zwei Beispiele.
Auf der DLR-Internetseite gibt es übrigens von der ILA 2010 insgesamt vier verschiedene Reportagen, zwei davon sogar noch in einer englischen Variante.
Und noch ein „Übrigens“ – Kamera, Schnitt, Ton, Maske und verantwortlich für ungleichmäßig herausschauende Hemden: Dr. Sebastian Pleuse.
8. Juni 2010 Hinterlasse einen Kommentar
Tausende jüdische und nichtjüdische Polen wurden umgebracht und deportiert beim Überfall Deutschlands auf Polen vor 70 Jahren. Der Dokumentarfilm eine blonde Provinz von Klaus Salge und Jacek Kubiak erzählt davon in bewegenden Bildern. Ich durfte den Kommentar sprechen. Umso mehr freue ich mich, dass die Koproduktion vom RBB und arte für den deutsch-polnischen Journalistenpreis nominiert ist, der heute Abend vergeben wird.

Das Bild zeigt Zwi Steinitz, einer der Protagonisten des Films, den ich gerade auf den deutsch-polnischen Medientagen kennenlernen durfte. Ein sehr sensibler und freundlicher Mensch, der trotz seines schweren Schicksals das Lachen nicht verlernt hat. (Szenenfoto: RBB)
UPDATE: Der Film hat den Journalistenpreis gewonnen. Ich gratuliere den Autoren und den Redaktionen von RBB und arte und bin selber auch ein bisschen stolz.
30. Mai 2010 Hinterlasse einen Kommentar
Was für ein Kompliment – heute morgen schrieb @xxBlackMamba zu unserer Sendung „Zwei auf Eins“
Wer saufen kann, kann auch #zweiaufeins mit @danielfinger und @svenoswald hören! Los #radioeins einschalten!:)
Danke!
26. Mai 2010 Hinterlasse einen Kommentar
Gestern war ich in Breslau zum Dreh für „Kowalski trifft Schmidt“. Wir haben uns diesmal zwei Orten in der Stadt zu gewandt: Aus aktuellem Anlass waren wir in Kozanow, einem Bezirk, den man als das „Marzahn Breslaus“ beschrieben könnte. Hier war der Deich durch das Hochwasser an zwei Stellen gebrochen.
Aufatmen konnten wir dann beim Dreh an der wunderschön restaurierten Storchen-Synagoge inmitten der Stadt.
28. April 2010 Hinterlasse einen Kommentar
Vor 10 Jahren bat mich Adobe, für seine damalige Webseite einige Kolumnen zu verfassen. Dies ist eine davon. Immer noch schaurig aktuell, wie ich finde.
„Also gut“, sage ich und falte meine Hände über dem leisen Ansatz eines Bäuchleins zusammen, „erzählen Sie mir mal, was Sie genau machen“. Die Aufforderung gefällt meinem Gegenüber, er hat sich vorbereitet. „Also“, schürzt er die Lippen, „wir sind ein kundenorientierter Dienstleister für massgeschneiderte, prozessorientierte Systeme und vernetzte Lösungen im Bereich Logistik“. Er meint das ernst. Ich unterdrücke ein Seufzen. Der Mann, der so redet, ist Spitzenverdiener im mittleren Management eines DER grossen deutschen Unternehmen. Unter Umständen entscheidet er darüber, ob der DAX steigt oder fällt oder – was für einen konservativen Revolutionär wie mich viel wichtiger ist – ob Arbeitsplätze geschaffen oder abgebaut werden. Bedauerlicherweise leidet er an einer Krankheit, die beinahe die gesamte deutsche Wirtschaft befallen hat: Sprachkrebs.
Das äussert sich in einer Unfähigkeit, allgemein verständliche, muttersprachliche Sätze zu formulieren. Stattdessen ergötzt man sich an und verschanzt sich hinter einer Mischung aus unpassenden Anglizismen, schlecht übersetzten Fremdwörtern und modisch verklärten Fachausdrücken aus den Wirtschaftswissenschaften und Informationstechnologien. Zum grossen Unglück aller, denen sich der Erkrankte verständlich machen will, leidet er ausserdem an einer Wahrnehmungsstörung, die ihn glauben macht, er spräche normal und verständlich, was die Kommunikation – verständlicherweise – stark erschwert.
Die Aufgabe von Spezialisten wie mir ist es, die verbalen Geschwüre in langer, harter Arbeit zu übersetzen, damit auch gesunde Normale den Leidenden verstehen können. Dass wir in diesem Job einen hohen Preis bezahlen (und natürlich auch verlangen), versteht sich von selbst. Deswegen – und weil der Kranke ein Internet-Portal inhaltlich füllen muss – sitze ich hier nur mit einem verständnisvollen Blick und einer Menge Kaffee bewaffnet. Aug’ in Aug’ mit der gefährlichsten Bedrohung, seit es Autoren gibt. Wir erinnern uns: „kundenorientierter Dienstleister für massgeschneiderte, prozessorientierte Systeme und vernetzte Lösungen im Bereich Logistik“.
Ich nehme einen Schluck Kaffee zuviel. „In Ordnung“, sage ich. Eine Technik, die ich von den Deeskalierern bei der Kripo gelernt habe. „Aber was machen Sie denn im Einzelnen wirklich?“ Die Frage verunsichert ihn. Er blickt auf seine Notizen, kratzt sich an der Schläfe. „Eine Win/Win-Situation herstellen“, erwidert er und beruhigt sich ein wenig, „die Wertschöpfungskette optimieren“. „Aha“, sage ich. „Jaja, durch konsequente Wissensvernetzung im Logistikwesen.“ „So.“ „Das ist eine unserer Kernkompetenzen.“ „Kernkompetenzen“, sage ich. „Ja, genau so wie alles im Bereich B2B. Den Kunden des Kunden ein Stück weit mitdenken.“
Einige Minuten vergehen. Er starrt auf seine Notizen. Ich starre auf einen imaginären Punkt hinter seinem Kopf. „Stellen Sie sich mal vor, Sie sitzen am Flughafen“, versuche ich es schliesslich, „neben einem Wildfremden. Sie haben sich mit dem Mann gut unterhalten, und fünf Minuten, bevor Sie zum Gate müssen, fragt er Sie, was Ihre Abteilung eigentlich macht. Was sagen Sie ihm dann? Sie müssen bedenken, er ist kein Fachmann. Vielleicht hat er nicht mal das Abitur.“ Er gerät ins Schwitzen: „Ich, ich sage ihm, wir sind Lösungsanbieter im Logistikwesen, im… der durch konsequente Kundenorientierung…“
Ich hebe meine Hand, um ihn zu unterbrechen. „Aber wenn er das nicht versteht? “ „Wenn er das nicht versteht?“ „Ja, dann, also… dann… er… wieso versteht er das denn nicht?“ Ich nehme mehr Kaffee. Man darf dem Mann nicht böse sein. Er merkt es gar nicht. „Hören Sie, ich hatte eigentlich angedacht, die ganze Angelegenheit bis 12 Uhr ein Stück weit in trockene Tücher zu bringen“, sagt er. Noch mehr Kaffee. „Habe ich Sie richtig verstanden“, versuche ich es, „Sie bringen Leuten bei, wie sie Dinge am besten von A nach B bringen, helfen ihnen dabei, Dinge von A nach B zu bringen, überlegen gemeinsam mit ihnen, welche Dinge sie auch noch nach C und D bringen könnten und bringen notfalls auch alle Dinge selbst nach B, C und D?“ „Ja. Nein. Das ist eine äusserst ungenaue Beschreibung. Wir sind ja Komplettdienstleister für Logistiklösungen… ganzheitlich, wissen Sie, kundenorientiert.“ Ich lehne mich zurück und denke an etwas Angenehmes. Das hier wird schwer werden. Aber immerhin weiss wenigstens einer von uns so ungefähr, was seine Abteilung eigentlich macht. Irgendwie texte ich das schon. Schliesslich bin ich masskundenorientierter, komplettdienstbeschneiderter Lösungsanbieter und -anleister im Bereich Wortmanagement. Oder so ähnlich.
26. März 2010 Hinterlasse einen Kommentar
Sack(o)gasse
Ich moderiere das Magazin Kowalski trifft Schmidt gemeinsam mit einer sehr hübschen, 26jährigen Moderatorin, das ist kein Geheimnis. Meine Chefin wünschte sich neulich, dass ich vor der Kamera ein Sakko trage. Ich habe nichts gegen Sakkos. Ich trage sogar gerne welche, nur passen müssen sie. Im Schrank hängen einige, vor allem schwarze, denn die kann man immer tragen: Beim Dinner, bei der Firmenmoderation, zur Jeans und zu jedem Hemd. Es gibt schwarze mit roten Nadelstreifen, schwarze mit beigen Nadelstreifen, schwarze mit schwarzen Streifen (unterschiedlich gewebt, clever) und schwarze ohne Streifen. Dann gibt es moderne Anzüge – der grüne mit den weißen Nadelstreifen etwa oder der graue mit den blauen, breiten Streifen. Jedenfalls wirken sie modern, wenn ich sie auf Business-Veranstaltungen trage, wo alle anderen ganz konservativ gekleidet sind. Das sind Anzüge, die Spaß machen. Jedenfalls wenn man sie als Anzug trägt. Wenn man nur das Sakko trägt, dann passt es irgendwie nicht. Dann sagen der Schnitt und der Stoff „ich bin nicht dafür gemacht, dass man mich zur Jeans trägt“. Trage ich die Sakkos also „solo“, sehen sie doof aus. Trage ich den ganzen Anzug, wirke ich neben der schönen, sportlichen, jungen Ola Rosiak zu alt und arriviert.
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Polnische Bahnhöfe 1 – Fehl-Anzeige
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Polnische Bahnhöfe 3 – Entgleist in Posen
Gott sei Dank ist in Posen alles ein wenig anders. Die Ansage war überdies mehr als erfreulich. „Der Zug nach Berlin…planmäßig…19.23…Peron 1…in 20 Minuten“. Na wunderbar! 17 Minuten später die nächste Ansage „Der Zug nach Berlin…planmäßig…19.23…Peron 1…einsteigen bitte“. Zwar war der Zug lang und ich konnte den Waggon, für den ich eine Platzreservierung nicht gleich finden, aber die 1. Klasse Abteile waren leer (ich kann niemandem raten, in Polen 2. Klasse zu fahren) und wie beschrieben auf dieser Strecke wirklich luxuriös. Tor hatte überhaupt nur einen Peron 1 und voilá: Peron 1Gott sei Dank ist in Posen alles ein wenig anders.Hier gibt es exzellente Ansagen aus wohlklingenden Lautsprechern und was noch besser ist: Es gibt sie auch auf deutsch. Der freundliche Einheimische wies mir den Weg zu
Polnische Bahnhöfe 4 – Ein feiner Zug
Teamwork
Eins muss man den Schaffnern an Bord des Express-Zuges nach Wrocław lassen. Innerhalb von zehn Minuten hatten sie eine völlig unbürokratische Möglichkeit gefunden, mich am gleichen Abend doch noch nach Hause zu bringen. Der Schnellzug hielt kurzerhand außerplanmäßig in einem winzigen Kaff, ein Regionalzug nahm mich eine halbe Stunde später mit nach Breslau und ich erreichte den letzte Zug, der noch nach Berlin ging – das alles mit einem falschen Ticket für diese Richtung, das niemand beanstandete und mit voller Unterstützung aller beteiligten Schaffner. Ich musste nicht ein einziges Mal irgendetwas ausfüllen, unterschreiben, mich ausweisen oder an irgendeinen Schalter gehen. Vielleicht tue ich der deutschen Bahn unrecht, aber so etwas kann ich mir bei uns nicht vorstellen. Also vielen Dank, liebe Schaffner und liebe Mitarbeiter von Van Graaf: Ihr habt euer Bestes gegeben. Ich schrieb diesen Eintrag immerhin am gleichen Tag… auf dem Weg nach Hause.
4. Februar 2010 Hinterlasse einen Kommentar
Wie schön, dachte ich mir: Wir drehen im Hauptbahnhof. Dort gibt es überall Kaffee und etwas zu essen, der Ort ist gut erreichbar und es ist warm. Stimmt alles. Bis auf das mit dem „warm“.
Schon in den ersten Minuten nach meiner Ankunft war mir klar: Ich hätte NICHT den schicken grauen Mantel anziehen sollen, sondern die warme Daunenjacke. Aber dafür, dass mir von der ersten Minute an extrem kalt war, wurde ich gleich mit zwei großen und wunderbar passenden Plakaten begrüßt.
Und nicht nur Polen überrascht (das tut es wirklich), nein auch der RBB hat an diesem Tag einiges aufgefahren, um den Moderationen einen besonders schicken Look zu verpassen: Einen Dolly.
Ein Dolly ist ein kleiner Kamerawagen, auf dem der Kameramann bequem sitzt und der lange, weiche Kamerafahrten ermöglicht. Beim Film wird er oft auf Schienen gesetzt, in vielen Situationen reichen aber auch dicke Gummireifen. Ein tolles Ding, das sich besser fährt als jeder Kinderwagen, den ich bislang ausprobiert habe. Klar, dass man bei so viel Equipment auch ein großes Team braucht (die Fahrer sind noch nicht mal mit auf dem Bild).
Übrigens: Während ich die einzige Outdoor-Moderation des Tages hatte, saß meine Kollegin Ola dick eingepackt im… naja, nicht „Warmen“ aber doch „Wärmeren“. Dafür konnte ich ein tolles Eisschollen-Foto machen.
Das Resultat wird am Sonntag, 7. Februar um 19 Uhr im RBB ausgestrahlt.