Der verbotene Sektor

Was lange währt

Wie hieß es so schön in der Werbekampagne für Steven Spielbergs Jurassic Park: “An Adventure 25 million years in the making”. Dieses hier war nur 25 Jahre in Arbeit, aber auch darauf sind wir stolz! Der verbotene Sektor ist ein witziger und wahnwitziger Ritt durch ein unbekanntes, spannendes und urkomisches Science Fiction Universum.

Ein Hörspiel für Hörspieler

Und das beste: Dank der innovativen Technologie von AudioGent, der jungen Firma rund um Mastermind Cornelius Huber kann der Hörer direkt ins Geschehen eingreifen. Immer wieder muss man sich entscheiden, ob man sich mit üblen Halunken anlegt oder verbrüdert… ob man angreift oder sein Heil in der Flucht sucht… und ob man wirklich den Drink trinken möchte, den einem das Ding mit den drei Augenstengeln spendiert.

Audio-Revolution zum Taschengeldpreis

Der verbotene Sektor ist die schönste Technologie-Demonstration der Welt – der erste Teil eines grandiosen Weltraum-Epos, das hoffentlich noch viele Fortsetzungen erfahren wird. Beteiligt ist die Creme de la creme der deutschen Sprecher, darunter Dietmar Wunder, Santiago Ziesmer, Peter Lontzek, Hubertus Bengsch, Andreas Fröhlich, Eberhard Prüter und Julia Ziffer.

Rekorde, Rekoder, Rekorde

In den ersten beiden Wochen wurde der verbotene Sektor über 60.000 mal heruntergeladen. Schon am ersten Tag erreichte das interaktive Hörspiel Platz 1 der deutschen Download-Charts und am zweiten Tag war es auf Platz 2 der meist geladenen Spiele. Kurze Zeit später wurde es von Apple zum “Tipp der Redaktion” gekürt. Worauf wir besonders stolz sind: Es erhält fantastische Kritiken und Nutzer-Bewertungen.

Der verbotene Sektor ist iTunes Store erhältlich für 79 Cent.


“Kalter Hund” im Friedrichshain

Zum Thema “Kalt” ging es am vergangenen Sonntag nicht nur um’s Überleben in Eiseskälte und die Gefühlskälte eines Mörders, sondern auch um Omas Besten: Den “Kalten Hund”.

Gemeinsam haben sich Sven Oswald und David Grassinger auf den Weg in die “Kalter Hund Manufaktur Rose” in die Ebertystraße 49 in Berlin Friedrichshain gemacht, um dem Ehepaar Rose bei dem “Bauen” der “Kalten Hunde” über die Schulter zu schauen.

In ihrer kleinen Manufaktur – einer Zweizimmerwohnung- die im wesentlichen aus einem großen “Bau”- Lager- und Kühlraum besteht wird vom Ehepaar Rose in liebevoller Handarbeit “Kalter Hund” in über 20 verschiedenen Varianten hergestellt.

Die fertigen Hunde werden dann über das Internet, Berliner Märkte und das ein oder andere Mal sogar an Laufkundschaft verkauft.

Den Bericht zum nachhören gibt es hier.“Kalter Hund Manufaktur Rose”

Vegetarier werden gegen den Klimawandel

Am Sonntag, den 27.06.2010 haben sich Sven und Daniel in “Zwei auf EINS” auf “radioEINS” mit dem Thema “Sturz” beschäftigt.

Neben politischen Abstürzen und Balzritualen aus der Tierwelt ging es dabei um einen Temperatursturz kurz nach dem Aussterben der Mammuts. Welchen Zusammenhang es da geben könnte und warum wir alle Vegetarier werden müssen um den Klimawandel aufzuhalten erklärte uns unser Lieblings – Allwissender – Wissenschaftler Mark Benecke.

Temperatursturz durch Mammutsterben

Die ganze Sendung zum Nachhören wie immer unter http://www.radioeins.de/archiv/podcast/zwei_auf_eins.html

Präsidiale Ruhestätte

Am Sonntag, den 20.06.2010 haben sich Sven und Daniel in “Zwei auf EINS” auf “radioEINS” passend zur Wahl in Polen ganz dem Thema “Präsident” gewidmet.

Besonders lebhaft hat uns Prof. Julius Müller Autor des Buches „Man stirbt nur einmal“ über den Wiener Zentralfriedhof und die dazugehörige Präsidentengruft berichtet.

Die Präsidentengruft auf dem Wiener Zentralfriedhof

Die ganze Sendung gibt es wie immer nachzuhören unter http://www.radioeins.de/archiv/podcast/zwei_auf_eins.html

DLR Podcasts ILA 2010

Seit einigen Jahren sind Sven Oswald und Daniel Finger für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt als Reporter unterwegs. Auf der ILA 2010 war es wieder soweit: tummelten uns mit Wissenschaftlern, ihren Erfindungen und tollkühnen Männern in ihren fliegenden Kisten. Hier zwei Beispiele.

DLR-Stand-Rundgang

Justin, der Weltraum-Roboter

Auf der DLR-Internetseite gibt es übrigens von der ILA 2010 insgesamt vier verschiedene Reportagen, zwei davon sogar noch in einer englischen Variante.

Und noch ein “Übrigens” – Kamera, Schnitt, Ton, Maske und verantwortlich für ungleichmäßig herausschauende Hemden: Dr. Sebastian Pleuse.

Eine blonde Provinz – Polen und der deutsche Rassenwahn

Tausende jüdische und nichtjüdische Polen wurden umgebracht und deportiert beim Überfall Deutschlands auf Polen vor 70 Jahren. Der Dokumentarfilm eine blonde Provinz von Klaus Salge und Jacek Kubiak erzählt davon in bewegenden Bildern. Ich durfte den Kommentar sprechen. Umso mehr freue ich mich, dass die Koproduktion vom RBB und arte für den deutsch-polnischen Journalistenpreis nominiert ist, der heute Abend vergeben wird.

Das Bild zeigt Zwi Steinitz, einer der Protagonisten des Films, den ich gerade auf den deutsch-polnischen Medientagen kennenlernen durfte. Ein sehr sensibler und freundlicher Mensch, der trotz seines schweren Schicksals das Lachen nicht verlernt hat. (Szenenfoto: RBB)

UPDATE: Der Film hat den Journalistenpreis gewonnen. Ich gratuliere den Autoren und den Redaktionen von RBB und arte und bin selber auch ein bisschen stolz.

Twitter-Kompliment

Was für ein Kompliment – heute morgen schrieb @xxBlackMamba zu unserer Sendung “Zwei auf Eins”

Wer saufen kann, kann auch #zweiaufeins mit @danielfinger und @svenoswald hören! Los #radioeins einschalten!:)

Danke!

xxBlackMamba

Wer saufen kann, kann auch #zweiaufeins mit @danielfinger und @svenoswald hören! Los #radioeins einschalten!:)

Das weinende und das lachende Auge Breslaus

Gestern war ich in Breslau zum Dreh für “Kowalski trifft Schmidt”. Wir haben uns diesmal zwei Orten in der Stadt zu gewandt: Aus aktuellem Anlass waren wir in Kozanow, einem Bezirk, den man als das “Marzahn Breslaus” beschrieben könnte. Hier war der Deich durch das Hochwasser an zwei Stellen gebrochen.

Kozanow unter Wasser - (cc) Olgierdir, Flickr

Aufatmen konnten wir dann beim Dreh an der wunderschön restaurierten Storchen-Synagoge inmitten der Stadt.

Storch-Synagoge - (cc) Rantes, Flickr

Willkommen

Herzlich Willkommen auf den Seiten von MEN IN TEXT. Wir freuen uns, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben.

Wir bieten Ihnen schon seit dem vorigen Jahrtausend Texte, Ideen, Klangwelten sowie on air und off air Moderationen von allerhöchster Qualität.

In trockenen Tüchern – wie schön die Industrie an Sprachkrebs leidet

Vor 10 Jahren bat mich Adobe, für seine damalige Webseite einige Kolumnen zu verfassen. Dies ist eine davon. Immer noch schaurig aktuell, wie ich finde.

„Also gut”, sage ich und falte meine Hände über dem leisen Ansatz eines Bäuchleins zusammen, „erzählen Sie mir mal, was Sie genau machen”. Die Aufforderung gefällt meinem Gegenüber, er hat sich vorbereitet. „Also”, schürzt er die Lippen, „wir sind ein kundenorientierter Dienstleister für massgeschneiderte, prozessorientierte Systeme und vernetzte Lösungen im Bereich Logistik”. Er meint das ernst. Ich unterdrücke ein Seufzen. Der Mann, der so redet, ist Spitzenverdiener im mittleren Management eines DER grossen deutschen Unternehmen. Unter Umständen entscheidet er darüber, ob der DAX steigt oder fällt oder – was für einen konservativen Revolutionär wie mich viel wichtiger ist – ob Arbeitsplätze geschaffen oder abgebaut werden. Bedauerlicherweise leidet er an einer Krankheit, die beinahe die gesamte deutsche Wirtschaft befallen hat: Sprachkrebs.

Unter (cc) - Alex Odenwald, Flickr

Das äussert sich in einer Unfähigkeit, allgemein verständliche, muttersprachliche Sätze zu formulieren. Stattdessen ergötzt man sich an und verschanzt sich hinter einer Mischung aus unpassenden Anglizismen, schlecht übersetzten Fremdwörtern und modisch verklärten Fachausdrücken aus den Wirtschaftswissenschaften und Informationstechnologien. Zum grossen Unglück aller, denen sich der Erkrankte verständlich machen will, leidet er ausserdem an einer Wahrnehmungsstörung, die ihn glauben macht, er spräche normal und verständlich, was die Kommunikation – verständlicherweise – stark erschwert.

Die Aufgabe von Spezialisten wie mir ist es, die verbalen Geschwüre in langer, harter Arbeit zu übersetzen, damit auch gesunde Normale den Leidenden verstehen können. Dass wir in diesem Job einen hohen Preis bezahlen (und natürlich auch verlangen), versteht sich von selbst. Deswegen – und weil der Kranke ein Internet-Portal inhaltlich füllen muss – sitze ich hier nur mit einem verständnisvollen Blick und einer Menge Kaffee bewaffnet. Aug’ in Aug’ mit der gefährlichsten Bedrohung, seit es Autoren gibt. Wir erinnern uns: „kundenorientierter Dienstleister für massgeschneiderte, prozessorientierte Systeme und vernetzte Lösungen im Bereich Logistik”.

Ich nehme einen Schluck Kaffee zuviel. „In Ordnung”, sage ich. Eine Technik, die ich von den Deeskalierern bei der Kripo gelernt habe. „Aber was machen Sie denn im Einzelnen wirklich?” Die Frage verunsichert ihn. Er blickt auf seine Notizen, kratzt sich an der Schläfe. „Eine Win/Win-Situation herstellen”, erwidert er und beruhigt sich ein wenig, „die Wertschöpfungskette optimieren”. „Aha”, sage ich. „Jaja, durch konsequente Wissensvernetzung im Logistikwesen.” „So.” „Das ist eine unserer Kernkompetenzen.” „Kernkompetenzen”, sage ich. „Ja, genau so wie alles im Bereich B2B. Den Kunden des Kunden ein Stück weit mitdenken.”

Einige Minuten vergehen. Er starrt auf seine Notizen. Ich starre auf einen imaginären Punkt hinter seinem Kopf. „Stellen Sie sich mal vor, Sie sitzen am Flughafen”, versuche ich es schliesslich, „neben einem Wildfremden. Sie haben sich mit dem Mann gut unterhalten, und fünf Minuten, bevor Sie zum Gate müssen, fragt er Sie, was Ihre Abteilung eigentlich macht. Was sagen Sie ihm dann? Sie müssen bedenken, er ist kein Fachmann. Vielleicht hat er nicht mal das Abitur.” Er gerät ins Schwitzen: „Ich, ich sage ihm, wir sind Lösungsanbieter im Logistikwesen, im… der durch konsequente Kundenorientierung…”

Unter (cc) - Alex Odenwald, Flickr

Ich hebe meine Hand, um ihn zu unterbrechen. „Aber wenn er das nicht versteht? ” „Wenn er das nicht versteht?” „Ja, dann, also… dann… er… wieso versteht er das denn nicht?” Ich nehme mehr Kaffee. Man darf dem Mann nicht böse sein. Er merkt es gar nicht. „Hören Sie, ich hatte eigentlich angedacht, die ganze Angelegenheit bis 12 Uhr ein Stück weit in trockene Tücher zu bringen”, sagt er. Noch mehr Kaffee. „Habe ich Sie richtig verstanden”, versuche ich es, „Sie bringen Leuten bei, wie sie Dinge am besten von A nach B bringen, helfen ihnen dabei, Dinge von A nach B zu bringen, überlegen gemeinsam mit ihnen, welche Dinge sie auch noch nach C und D bringen könnten und bringen notfalls auch alle Dinge selbst nach B, C und D?” „Ja. Nein. Das ist eine äusserst ungenaue Beschreibung. Wir sind ja Komplettdienstleister für Logistiklösungen… ganzheitlich, wissen Sie, kundenorientiert.” Ich lehne mich zurück und denke an etwas Angenehmes. Das hier wird schwer werden. Aber immerhin weiss wenigstens einer von uns so ungefähr, was seine Abteilung eigentlich macht. Irgendwie texte ich das schon. Schliesslich bin ich masskundenorientierter, komplettdienstbeschneiderter Lösungsanbieter und -anleister im Bereich Wortmanagement. Oder so ähnlich.


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